Donnerstag, 31. Januar 2008

Weichgespült

Das mit dem Studieren ist wie Wäsche waschen. Kaum ist die saubere Wäsche an die Leine aufgehängt, ist der nächste Waschgang schon im Anmarsch. Lässt man es sein, hat man - wie in meinem Fall - für den nächsten Monat keine sauberen Klamotten. Das gleiche Szenario an der Uni: Kaum ist die letzte Semesterprüfung vorbei, muss sich der Student den Kopf über die nächste Modulbuchung zerbrechen. Ist die Entscheidung gefallen und die Semestergebühr endlich bezahlt, kommt die Erkenntnis, dass man sich zu viel vorgenommen hat. Ein Kopfumdrehen später sitzt man schon im Vorlesungssaal mit einem Haufen Blätter mit so komischen Fragen vor der Nase.
Ja, heute war Waschtag. Und mir wurde bewusst, wie egoistisch wir Menschen sind. Zum ersten Mal seit es hiess "Bye bye, Hotel Mama" habe ich meinen Stolz überwunden und eine Flasche Weichspüler gekauft. Kann mir doch egal sein, dass das Grundwasser verschmutzt und den Fischen im Zürisee geschadet wird. Hauptsache meine Socken schmecken wie Marshmallows aus Sumatra.
Auch in anderen Fragen neigen wir Menschen dazu, unsere Prinzipien über Bord zu werfen, sobald sich dadurch ein Vorteil für uns ergibt. Streiken die Bauarbeiter, ist man natürlich auf der Seite der Gewerkschaften. Auch wenn es einen nicht direkt betrifft. Aber wehe wenn wieder am Montag Morgen keine brandneue Folge von "Desperate Housewives" downloadbereit im Netz steht. Diese verdammten Drehbuchautoren! Recycling von Petflaschen? Natürlich! Tut man es aber der Umwelt zuliebe oder um Zürisäcke zu sparen?
Wir geben es nicht zu, aber wir sind alle Egoisten. Die einen mehr, die anderen weniger. Egoistische Taten, die nach Aussen als unegoistisch gelten, biegen wir uns so zu Recht, um im Lichte der Selbstlosigkeit zu glühen.

Dienstag, 29. Januar 2008

Kreativitätsorgasmus

Nach jahrelangem Hin und Her konnte ich mich heute endlich aufraffen und meinen eigenen Blog eröffnen. Ist es das schöne Wetter - und die daraus folgende gute Laune -, die Langweile oder die Tatsache, dass man sich in den Semesterferien endlich mal Zeit für sich selber nimmt, die zu diesem Posting geführt haben? Ich weiss es nicht.
In den letzten Tagen überkam mich ein regelrechter Sturm, gefüllt mit Tausenden Ideen und Vorhaben. Die Situation spitzte sich immer mehr zu, das fesselnde Gefühl, mich der anonymen Internetwelt schriftlich offenbaren zu wollen, stieg mit den Stunden exponentiell in zuvor unbekannte Höhen an. So dachte ich mir: Schreib einen Blog oder explodiere!
Nun sitze ich hier an diesem wunderschönen Dienstagmorgen vor meinem Laptop, mit dem grünen Aschenbecher und einer halbleeren Packung Marlboro Lights ('tschuldigung, es heisst ja jetzt Marlboro Gold!) zu meiner Rechten und einem mit dem selber-mit-dem-Ikea-Milchschäumer-gemachten Cappuccino zu meiner Linken. Es ist wieder Zeit für Kaffee und Zigaretten!
Ich wünsche euch, wenn es euch irgendwo da draussen gibt, viel Spass beim Lesen dieses Blogs und mir weitere solche Kreativitätsschübe, damit ich auch in Zukunft zum Volk sprechen kann.