Mittwoch, 20. Februar 2008

Olí, Olé, Olat

"Wer träumt nicht von schönen erotischen Abenteuern. So mancher Traum kann für Sie wahr werden." - Diese ermutigenden Worte aus meinem Tagblatt-LiebesHoroskop durfte ich heute zum Tagesanfang im Bus lesen. Es ist unglaublich ermutigend, schon früh am Morgen an sogenannte Träume erinnert zu werden, die man am Abend vorher hätte ausleben wollen (und können?). Nein, das einzige Erfolgserlebnis des gestrigen Abends war der Moment, in dem der Server der OLAT-Plattformen endlich zu funktionieren schien und man die ach-so wichtige Gruppeneinteilung vornehmen konnte. Hätte ich in den letzten 48 Stunden jedes Mal einen Franken bekommen als in meiner akkustischen Umgebung das Wort OLAT fiel, müsste ich mir keine Gedanken mehr darüber machen, wie ich mein letztes Wochenende vor dem Zahltag finanzieren sollte. Oder die Pflichtlektüre. Ein neues ZVV-Abo wäre auch nicht schlecht.
Wie auch immer. Glücklicherweise wurde bei der nächsten Haltestelle der Bus von jemandem betreten, der die Träume über erotische Abenteuer wieder etwas anregen konnte. Ob das er- oder entmutigend war, sei dahin gestellt. Wenigstens verkürzte es die Busfahrt und die VBZ durfte wieder einmal als Austragungsort einer Fleischbeschau dienen.
Manche fragen sich jetzt natürlich, was ich an einem Mittwochmorgen in einem Bus treibe. Na, schon eine Idee? Ich war auf dem Weg zur grössten Fleischbeschau überhaupt, die diese Woche wieder startete: Die Uni. Was ich über die Uni am meisten mag sind die grossen Vorlesungen in den riesigen Sälen. Wird's mal etwas langatmig und ist das 20-Minuten-Rätsel zumindest schon halbwegs gelöst, lässt man einfach seine Blicke nach links, rechts, oben oder unten wandern und holt sich neuen Stoff für Träume von schönen erotischen Abenteuern (Klammer auf: Liebes Tagblatt-Liebeshoroskop-Team, kommt nach schönen nicht ein Komma? Bei Einwänden bitte Kommentar hinterlassen. Danke. Klammer zu.) Für mich gab es dank neuem Nebenfach natürlich ganz frischen und nie zuvor gesehenen Stoff. Wie schön ein Semesteranfang doch sein kann! Nur ist es so, dass man an einer Universität nicht nur schauen, sondern auch studieren muss. Und das ist auch gut so. An kaum einem anderen Semesteranfang war ich so zuversichtlich wie dieses Mal. Mein Enthusiasmus ist so gross, dass ich zur Premiere sogar einen wöchentlichen Lernplan erstellte (natürlich während einer Vorlesung). In den nächsten dreieinhalb Monaten heisst es für mich: Kurse, Seminare, Gruppenarbeiten, Vorträge und natürlich OLAT, OLAT, OLAT. Das wird ein Riesenspass. Das mit dem Riesenspass würde ich sogar ernst meinen, wäre das Ausmass dieser Anforderungen im wahrscheinlich stressigsten Semester meiner Studienzeit nicht so riesig. Nebenjob dazugerechnet. Und noch gleichzeitig Ausschau nach Fleisch halten? Mein Gott, wie anstrengend das Leben eines studierenden Singles mit beschränkten finanziellen Ressourcen doch sein kann. Wünscht mir viel Glück und Durchhaltevermögen für die kommenden Monate! Oder schickt mir Geld.
Nein, das war natürlich ein Witz. Die, die es ernst meinen: Ich gebe euch gerne meine PayPal-Konto-Daten weiter... ganz im Sinne meines 20-Minuten-Horoskops: "Gehen sie eine neue Aufgabe besser im Team an. Das bringt Erfolge". Mal sehen.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Glaube kein Komma, es handelt sich dabei ja nicht um schöne und erotische Abenteuer, sondern um erotische Abenteuer, die schön sind.

Züri Nord hat gesagt…

Danke für die Korrektur der unnötigen Korrektur ;)

Anonym hat gesagt…

Olat rulez :D War mal wieder sehr amüsant zu lesen ;) Freu mich schon auf deinen nächsten Beitrag.
LG