Hallo zusammen! Aufgrund meines massenhaften Margarita-Konsums vom heutigen Abend möchte ich mich jetzt schon für allfällige Rechtschreibefehler in diesem Post entschuldigen.
In meinem elenden Single-Dasein gibt es immer wieder Momente, an die ich mich gerne zurück erinnere um den Mut im Versager, der ich halt bin, wieder zu erwecken.
Es war einmal vor knapp zwei Jahren an an einem heissen Junisamstag am Turbinenplatz im Kreis 5. Mein Coming-Out war nur einige Monate her (ja, ich brauchte so meine Zeit). Zwei Freunde zerrten mich zur Shell-Tankstelle am Winterthurer Rosenberg und drückten mir einen Martini in die Hand. Naja, Freunde wissen halt, was man so braucht. Was ich damals aber wirklich brauchte, war nicht der Martini, sondern etwas anderes. Trotzdem war die Flasche nach einer Stunde leer.
Es war der Christopher-Street-Day 2006. Die schwulste Erfahrung, die ich bis zum damaligen Zeitpunkt gemacht hatte (und das heisst etwas!). Ein Schock. Fleisch überall. Leider kein Fleisch für mich. Bis ich IHN sah.
Von den Abertausenden Menschen am erwähnten Platz musste ich mir unbedingt IHN aussuchen. Ihn als Augenweide zu beschreiben, ist weit untertrieben. Sagen wir's mal so: Jemand mit solchem Aussehen sollte sich einen Spiegel vor dem Gesicht einbauen lassen, um sich 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche sehen zu dürfen.
Irgendwann nahm ich (unter Androhung meiner Begleitung) meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. Er war nicht nur unverschämt gutaussehend, er war auch noch nett. Und Student. Mein Abend endete in Winti, mit meinen Freunden. Ich war stolz auf mich, die Mutprobe bestanden zu haben. Diese fünf Minuten Gespräch waren der damalige Höhepunkt meines schwulen Daseins.
Seither ward er nie wieder gesehen. Ich kannte weder seinen Namen, noch seine Telefonnummer. Nur die Studienrichtung.
Bis eines Tages als ich - so ca. eineinhalb Jahre später - im StudiVZ beim Gruppenklauen ganz zufällig über ein Profil stolperte, dessen Bild mir so bekannt erschien. Und die Studienrichtung passte auch. "Nee, das kann er doch nicht sein!" dachte ich mir. Zur Bestätigung informierte ich den Kolleg, der damals auch mit dabei war (und der übrigens gerade auf dem Sofa einschläft... ich glaube, ein Margarita weniger wäre angebrachter gewesen) und reichte ihm den Link weiter. Ja, er war es.
Gruscheln war eine schlechte Idee. Ihm eine Nachricht zu schreiben kam nicht in Frage. Bin halt 'ne Memme.
Heute Abend sah es anders aus. Und irgendwie kam das Thema wieder zum Vorschein. Wieder unter Androhung von Freunden - hinter mir "Gruscheln! Gruscheln! Gruscheln!" schreiend - nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn wieder an. Diesmal online. Nein, ich habe ihn nicht gegruschelt. Ich habe ihm eine ganz nette Nachricht geschrieben. Danach ging es weiter in den Kreis 5 zur Real-Life-Fleischbeschau.
Jetzt, einige Stunden später, sitze ich vor dem Computer und schreibe diesen Post. Kaum zu Hause angekommen stürmte ich den PC, navigierte zu meinen Lesezeichen und klickte auf "StudiVZ".
Da war eine Nachricht. Und die sah so aus: "Wegen Wartungsarbeiten ist das StudiVZ zwischen 0:00 und 8.00 Uhr nicht erreichbar". Na Prost dann!
In meinem elenden Single-Dasein gibt es immer wieder Momente, an die ich mich gerne zurück erinnere um den Mut im Versager, der ich halt bin, wieder zu erwecken.
Es war einmal vor knapp zwei Jahren an an einem heissen Junisamstag am Turbinenplatz im Kreis 5. Mein Coming-Out war nur einige Monate her (ja, ich brauchte so meine Zeit). Zwei Freunde zerrten mich zur Shell-Tankstelle am Winterthurer Rosenberg und drückten mir einen Martini in die Hand. Naja, Freunde wissen halt, was man so braucht. Was ich damals aber wirklich brauchte, war nicht der Martini, sondern etwas anderes. Trotzdem war die Flasche nach einer Stunde leer.
Es war der Christopher-Street-Day 2006. Die schwulste Erfahrung, die ich bis zum damaligen Zeitpunkt gemacht hatte (und das heisst etwas!). Ein Schock. Fleisch überall. Leider kein Fleisch für mich. Bis ich IHN sah.
Von den Abertausenden Menschen am erwähnten Platz musste ich mir unbedingt IHN aussuchen. Ihn als Augenweide zu beschreiben, ist weit untertrieben. Sagen wir's mal so: Jemand mit solchem Aussehen sollte sich einen Spiegel vor dem Gesicht einbauen lassen, um sich 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche sehen zu dürfen.
Irgendwann nahm ich (unter Androhung meiner Begleitung) meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. Er war nicht nur unverschämt gutaussehend, er war auch noch nett. Und Student. Mein Abend endete in Winti, mit meinen Freunden. Ich war stolz auf mich, die Mutprobe bestanden zu haben. Diese fünf Minuten Gespräch waren der damalige Höhepunkt meines schwulen Daseins.
Seither ward er nie wieder gesehen. Ich kannte weder seinen Namen, noch seine Telefonnummer. Nur die Studienrichtung.
Bis eines Tages als ich - so ca. eineinhalb Jahre später - im StudiVZ beim Gruppenklauen ganz zufällig über ein Profil stolperte, dessen Bild mir so bekannt erschien. Und die Studienrichtung passte auch. "Nee, das kann er doch nicht sein!" dachte ich mir. Zur Bestätigung informierte ich den Kolleg, der damals auch mit dabei war (und der übrigens gerade auf dem Sofa einschläft... ich glaube, ein Margarita weniger wäre angebrachter gewesen) und reichte ihm den Link weiter. Ja, er war es.
Gruscheln war eine schlechte Idee. Ihm eine Nachricht zu schreiben kam nicht in Frage. Bin halt 'ne Memme.
Heute Abend sah es anders aus. Und irgendwie kam das Thema wieder zum Vorschein. Wieder unter Androhung von Freunden - hinter mir "Gruscheln! Gruscheln! Gruscheln!" schreiend - nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn wieder an. Diesmal online. Nein, ich habe ihn nicht gegruschelt. Ich habe ihm eine ganz nette Nachricht geschrieben. Danach ging es weiter in den Kreis 5 zur Real-Life-Fleischbeschau.
Jetzt, einige Stunden später, sitze ich vor dem Computer und schreibe diesen Post. Kaum zu Hause angekommen stürmte ich den PC, navigierte zu meinen Lesezeichen und klickte auf "StudiVZ".
Da war eine Nachricht. Und die sah so aus: "Wegen Wartungsarbeiten ist das StudiVZ zwischen 0:00 und 8.00 Uhr nicht erreichbar". Na Prost dann!




3 Kommentare:
Und was stand in der Nachricht? Konntest du sie mittlerweile lesen??
Etwas Geduld bitte. Es ist ja erst "Teil 1".Fortsetzung folgt... hoffentlich ;)
Ja hoffentlich. Geduld ist nicht meine Stärke :D
Kommentar veröffentlichen