Freitag, 7. März 2008

Tupperware

Erstens einmal möchte ich auf diesem Weg "der bald Verheirateten" und ihrem Mann im Voraus zur morgigen Hochzeit ganz herzlich gratulieren. Ja, die Single-Welt beneidet euch! Neben der garantierten Zweisamkeit gibt es in einer Ehe viele weitere Vorzüge, um die wir euch beneiden.
Womit ich beim eigentlichen Thema und dem Single-Aufreger dieser Woche wäre: Seit dem Start dieses Experiments, das ich "Mal schauen, wie es sich so alleine im Ghetto lebt" nenne, musste ich immer vermehrt feststellen, wie diskriminierend gewisse Aspekte unseres Alltags gegenüber Alleinstehenden und -lebenden sind.
Als Paradebeispiel nenne ich hier die Steuererklärung. Ist die rechte "Ehefrau"-Spalte* leer, wird der arme Single wieder mehr zur Kasse gebeten. Oder geh mal als Single in die Migros. Welcher Mensch, der alleine für sich kocht, braucht für sich selber eine ganze Pastasauce, wobei die verbliebene Hälfte nach 2 Tagen im Kühlschrank ungeniessbar wird? Oder 3-4 Portionen Kartoffelstock? Jemals versucht, ein Säckchen Fertig-Stocki zu dritteln? Ich erinnere mich noch an den Tag, kurz vor meinem Umzug, als mir meine Mama in der Ikea dringend dazu riet, Tupperware zu kaufen. "Wofür brauche ich diese ekligen Dinger?", sagte ich mir damals als naiver Tupperware-Verabscheuer. Nun, heute ist Tupperware die einzige Variante, das doppelt bezahlte Essen nicht zur Hälfte wegzuschmeissen. Leider gibt's kein Tupperware, worin ich eine Hälfte der Billag-Gebühren oder der Kosten des ADSL-Anschlusses für den nächsten Monat reservieren kann.
Hiermit gratuliere ich zum Schluss dieses Postings mir selber und allen Singles dieser Welt zur souveränen Bewältigung unseres schwierigen Alltags! Gehe jetzt darauf einen trinken!

*Warum ist in der Steuererklärung die Ehefrau immer noch zweitrangig?

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Danke für die Glückwünsche :)

Anonym hat gesagt…

Hoi Hoi, lese Deine Beiträge doch immer wieder gerne:-) Dieser ist aber absoluter Kult, einfach nur genial. Danke für diese netten Beiträge